Laborgefäße mit chemischen Proben in einem Labor

Masterarbeiten zu vergeben

Extern zu vergebende experimentelle Masterarbeiten ab sofort bis September 2022 (mindestens 6 Monate Bearbeitungszeitraum)
Laborgefäße mit chemischen Proben in einem Labor
Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Extern zu vergebende experimentelle Masterarbeiten

Ihr seht das Ziel eures Studiums schon in greifbarer Nähe? Jetzt fehlt euch nur noch ein Thema für eure Abschlussarbeit? Nichts einfacher als das. Wir können helfen! Der Lehrstuhl für Biochemie und Physiologie der Ernährung in Jena vergibt zwei Masterarbeiten an externe Bewerber.

Eckdaten:

Zeitrahmen: ab sofort bis September 2022 (mindestens 6 Monate Bearbeitungszeitraum)

Was wir von euch benötigen: Motivationsschreiben, Bachelorzeugnis, Übersicht zu eurer Fächerwahl sowie Noten aus dem derzeitigen Masterstudiengang

Nähere Informationen findet ihr unter:

https://www.researchgate.net/lab/Stefan-Lorkowski-LabExterner Link

https://www.uni-jena.de/200131_nanoCARE4skinExterner Link

https://www.bce.uni-jena.de/projekte/nanocare4skinExterner Link

https://www.bce.uni-jena.de/projekte/langkettige+vitamin+e+metabolite

https://www.bce.uni-jena.de/projekte/langkettige+vitamin+e+metabolite/antiinflammatorische+eigenschaften

Bei Fragen steht Ihnen Dr. Maria Wallert als Ansprechpartnerin unter folgender Email-Adresse zur Verfügung: maria.wallert@uni-jena.de.

Projekt 1

Einfluss langkettiger Vitamin-E-Metaboliten auf die lipid-induzierte Aktivierung des NLRP3-Inflammasoms in humanen Leberkarzinomzellen

Die als Inflammasomen bezeichneten cytosolischen Multiproteinkomplexe, wie z. B. das NLRP3, spielen eine Schlüsselrolle in inflammatorischen Erkrankungen wie Atherosklerose und der Entwicklung einer nicht-alkoholischen Fettleber (NAFLD), da sie u.a. die Produktion und Aktivierung des Entzündungsmediators Interleukin-1β auslösen. Eine Inhibition des Inflammasomes stellt daher ein interessantes therapeutisches Ziel dar. In Europa sowie in den USA gilt die NAFLD als die am häufigsten diagnostizierte chronische Lebererkrankung – Prävalenz steigend. Eine Vielzahl an Publikationen konnte unlängst zeigen, dass auch bei dieser chronisch entzündlichen Krankheit eine Verbindung zum NLRP3-Inflammasom vorliegt. Weiterhin besteht ein wachsendes Interesse an der Rolle der Vitamin-E-Supplementierung bei der Behandlung und/oder Vorbeugung von NAFLD. In diesem Forschungsprojekt wird die Aktivierung von humanen Leberzellen durch eine lipid-induzierte Stimulation das NLRP3-Inflammasom untersucht. Wir stellen die Hypothese auf, dass physiologische langkettige Vitamin-E-Metaboliten Inhibitoren der Inflammasomen sind und somit ein protektives Potenzial zur Vermeidung bzw. Verzögerung von Inflammasom-assoziierten Erkrankungsverläufen besitzen. Die Evaluation dieser Hypothese im Rahmen der Masterarbeit erfolgt auf mRNA-, Protein- sowie auf funktionaler Ebene (z. B. Lipidakkumulation mittels Durchflusszytometrie).

Projekt 2

Effekte von Vitamin-E-Metaboliten auf inflammatorische Ereignisse in der Entwicklung von Dermatitiden

Das Forschungsprojekt nanoCARE4skin wird von der Thüringer Aufbaubank im Rahmen einer Förderung der Europäischen Union finanziert. Unsere Forschergruppe ist ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Medizin (Universitätsklinikum Jena), der Pharmazie (FSU Jena) und den Ernährungswissenschaften (FSU Jena). Im Aktionskreis der Forschungsgruppe nanoCARE4skin entwickeln wir innovative Arzneiformen zur Behandlung chronisch-entzündlicher Hautkrankheiten. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung einer neuartigen Behandlung von Dermatitiden, genauer Psoriasis und atopischer Dermatitis, durch die Applikation von pharmakologisch aktiven Naturstoff(-derivat)en. Dabei stehen potente anti-inflammatorische, physiologisch in der Leber gebildete langkettige Vitamin-E-Metaboliten im Fokus unserer Forschung. Ziel der Masterarbeit ist eine Untersuchung der Effekte der langkettigen Vitamin-E-Metaboliten in simulierten Dermatitiden unter der Verwendung von Makrophagen, Keratinozyten und Fibroblasten. Wir stellen die Hypothese auf, dass physiologische langkettige Vitamin-E-Metaboliten Inhibitoren der Inflammasomen sind und somit ein protektives Potenzial in der Therapie von Inflammasom-assoziierten Dermatitiden besitzen. Die Evaluation dieser Hypothese im Rahmen der Masterarbeit erfolgt auf mRNA-, Protein- sowie auf funktionaler Ebene. Weiterhin werden Proben aus in-vivo-Versuchen für Untersuchungen herangezogen.