Während der Untersuchung stehen auch ausgewählte Nüsse auf dem Speiseplan.

Die Herzgesundheit stärken

Studie soll klären, wie sich mittels Ernährungsumstellung das kardiovaskuläre Risiko senken lässt / Teilnehmende gesucht
Während der Untersuchung stehen auch ausgewählte Nüsse auf dem Speiseplan.
Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)
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Meldung vom: | Verfasser/in: Stephan Laudien | Zur Original-Meldung

Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus Typ 2 erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, der Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Dabei zählen Übergewicht und eine ungesunde Ernährung zu den zentralen Risikofaktoren, die sich beeinflussen lassen. „Wir wollen untersuchen, wie sich eine spezielle Ernährungsumstellung auf das kardiovaskuläre Risiko beziehungsweise das Risiko an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, auswirkt“, sagt Theresa Sophie Braun vom Studienzentrum am Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Timo Drobner führt sie die Studie durch. Die Ernährungskonzepte wurden im Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit nutriCARD entwickelt und werden im Vergleich zu einer üblichen deutschen Mischkost geprüft.

Für die Studie werden Probanden und Probandinnen im Alter von 40 bis 70 Jahren mit einem Body Mass Index (BMI) zwischen 20 und 35 kg/m2 gesucht, die über einen Zeitraum von zehn Wochen täglich definierte Menüpläne zubereiten und verzehren. Zudem müssen die Teilnehmenden erhöhte Blutfett- bzw. Blutzuckerwerte aufweisen, die in einer Voruntersuchung im Studienzentrum festgestellt werden.

Im Rahmen der Gesundheitschecks und Blutabnahmen zu Beginn der Studie, alle zwei Wochen im Verlauf und am Ende, wird der Einfluss der Ernährungsumstellung auf ausgewählte Risikofaktoren sowie auf die Nährstoffversorgung untersucht. Eine Nachuntersuchung erfolgt zudem nach weiteren zehn Wochen. Die Probanden und Probandinnen der Interventionsgruppen erhalten speziell entwickelte und an den individuellen Energiebedarf angepasste Tagesmenüpläne mit Rezepten und Zubereitungsempfehlungen, dazu ausgewählte Nüsse und Speiseöle für den täglichen Verzehr sowie eine Küchenwaage. Bei jedem Besuch im Studienzentrum werden die Teilnehmer über ihren Gesundheitsstatus informiert und erhalten eine persönliche Ernährungsberatung.

Nach vollständigem Studiendurchlauf erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung von 150 Euro.

Information

Interessierte Probandinnen und Probanden sind herzlich eingeladen, sich bei den folgenden Ansprechpartnern zu melden: Theresa Sophie Braun, theresa.braun@uni-jena.de, Tel. 03641 / 949654 oder Timo Drobner, timo.drobner@uni-jena.de, Tel. 03641 / 949654.

Kontakt:

Dornburger Straße 29
07743 Jena